RBA371 Im Interview: Sophia Wiesmann
Sophia Wiesmann, eine engagierte Fachkraft im Bereich Datenschutz und IT-Sicherheit, ist zu Gast in der aktuellen Episode des Podcasts. Ihre Karriere begann mit einem Bachelor in einem interdisziplinären Studiengang, der Englisch und Betriebswirtschaftslehre kombinierte. Diese Ausbildung führte sie zunächst in die Marketingabteilung des VNR Verlags, wo sie Erfahrungen im Bereich Arbeitssicherheit sammelte. Im Verlauf des Gesprächs beschreibt sie, wie sie zu ihrer Rolle im Datenschutz gekommen ist – ein Weg, der eher zufällig war, aber letztendlich zu ihrer Leidenschaft für das Thema führte.
Zu Beginn ihres Werdegangs wollte Sophia zunächst ins Ausland und im Bereich Tourismus arbeiten. Ihr Studium in Mannheim brachte sie jedoch in den Marketingbereich, wo sie für die Überarbeitung von Inhalten und die Verbindung zwischen Autoren, Setzern und Kunden verantwortlich war. Diese Rolle weckte ihr Interesse an komplexeren Themen. Obwohl sie anfangs keine tiefergehenden Kenntnisse im Bereich Datenschutz hatte, stellte sich schnell heraus, dass ihre Fähigkeiten im Umgang mit Informationen und deren Zielgruppengerechter Aufbereitung von Vorteil waren.
Mit dem Wechsel in den Bereich Datenschutz, anfangs motiviert durch die Möglichkeit, digitale Produkte zu entwickeln, stehen für sie neue Herausforderungen an. Sie erzählt von ihrem Einstieg, der mit dem Lesen des Gesetzestextes der DSGVO begann, das sie aufgrund ihrer vorangegangenen Marketingerfahrungen gut bewältigen konnte. Der spannende Teil ihrer Arbeit besteht für sie darin, mit Experten zusammenzuarbeiten und deren Expertise in praktische Produkte zu übersetzen — ein Prozess, den sie als sehr kommunikativ beschreibt.
Ein zentrales Thema ihrer derzeitigen Tätigkeit ist die Entwicklung von innovativen Softwarelösungen wie „Manage for Work“, die es Unternehmen erleichtert, ihre Compliance-Dokumentation zu managen. Sie berichtet von den Herausforderungen, die mit der Umstellung von Printprodukten auf digitale Formate verbunden sind. Dabei sind ihre täglichen Aufgaben vielfältig: Sie interagiert mit Entwicklern, erstellt Mockups, testet neue Funktionen und entwickelt Schulungsinhalte für andere Teams im Unternehmen.
Ein weiterer interessanter Aspekt, den sie anspricht, ist ihre Sicht auf die Komplexität von Dokumentationen und die Herausforderungen, die sie und ihre Kunden dabei erleben. Sophia sieht sich oft als „Übersetzerin“ zwischen verschiedenen Interessengruppen und den benötigten Informationen, wobei sie eine Balance zwischen technischen Anforderungen und verständlicher Kommunikation sucht. Sie bringt in der Episode ihre Überzeugung zum Ausdruck, dass eine gute Kommunikation der Schlüssel in ihrer Rolle als Produktmanagerin ist.
Auf die Frage, wie sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Bezug auf Datenschutz und Dokumentation vereinfachen ließen, äußert sie den Wunsch nach mehr Klarheit und weniger bürokratischen Hürden. Sie ist der Meinung, dass die gesetzliche Dokumentationspflicht zwar ein wichtiges Element für die Produktentwicklung darstellt, jedoch oft die Benutzerfreundlichkeit auf der Strecke bleibt. Ihre Erfahrungen und Gedanken zu diesen Themen zeigen, wie beeinflussten Regulierungen ihre Arbeit als Produktmanagerin.
Abschließend gibt Sophia noch einen hilfreichen Ratschlag für diejenigen, die in einem ähnlichen Bereich tätig werden möchten. Gespräche mit Menschen aus den gewünschten Berufsfeldern sind wichtig, um ein realistisches Bild zu bekommen und sich für richtige Entscheidung zu rüsten. Die Neugier und die Bereitschaft, unbekannte Wege zu gehen, haben ihr geholfen, sich in ihrer Karriere weiterzuentwickeln. Ihr Gesamtpaket an Erfahrungen, vom Marketing über die technische Produktentwicklung bis hin zum Datenschutz, bietet einen reichhaltigen Einblick in die Vielseitigkeit ihrer Arbeit und den Wert von Flexibilität in der Karrieregestaltung.
