RBA391 Im Detail: Fragen an die Autorin von "Das neue IT-Sicherheitsrecht" (Nink) - Nomos
Das Interview mit Dr. Judith Nink, Fachbereichsleiterin für Cybersicherheit beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), bietet einen tiefen Einblick in die Entstehung ihres aktuellen Buches „Das neue IT-Sicherheitsrecht. Das BSI-Gesetz nach Umsetzung der NIST-2-Richtlinie“. Die Moderatoren Marc und Michael begrüßen Judith Nink und beginnen mit einer kurzen Vorstellung ihres neuen Werkes, das mit 146 Seiten einen soliden Einstieg in das komplexe Thema des IT-Sicherheitsrechts bietet und im Nomos Verlag erschienen ist.
Judith erläutert zu Beginn, dass der Kontakt zum Verlag im Sommer 2024 entstand, als dieser nach einem Autor für einen Einführungstext zum IT-Sicherheitsrecht suchte. Dies geschah kurz vor Ablauf einer wichtigen Umsetzungsfrist. Ursprünglich plante sie, das Buch zusammen mit einem Co-Autor zu schreiben. Nach den ersten Gesprächen erwies sich dies jedoch als schwierig, da die Fristen immer wieder nach hinten verschoben wurden und der Co-Autor schließlich nicht in der Lage war, rechtzeitig zu liefern. Judith entschloss sich daher, das Projekt allein fortzuführen, was zusätzliche Herausforderungen mit sich brachte, insbesondere in Bezug auf ihre persönlichen Verpflichtungen und den Zeitaufwand.
Während des Interviews diskutieren sie die arbeitsintensive Natur des Buchschreibens und die Schwierigkeiten, vor allem in der Zeit mit einer vollen familiären Agenda. Judiths Familie war zwar unterstützend, aber auch besorgt über ihre fehlende Zeit für sie. Trotz dieser Herausforderungen findet Judith, dass der Prozess der soliden Auseinandersetzung mit dem Thema und das tiefe Eintauchen in die Rechtstexte ein persönlicher Vorteil war. Sie spricht über die einzigartige Qualität des Schreibens aus einer einzigen Feder, welches das Buch kohärent und gut lesbar macht.
In Bezug auf die politischen Rahmenbedingungen beschreibt Judith die Schwierigkeiten, die sich aus der Verzögerung der Gesetzgebung ergaben. Die Verhandlungen und Unsicherheiten im Zusammenhang mit der letzten Legislaturperiode führten dazu, dass sie Manuskripte abgeben musste, während die Gesetzeslage noch unklar war. Diese sich ständig ändernden Umstände erforderten ständige Anpassungen an ihrem Manuskript, was umso frustrierender war, da sie bereits intensive Arbeit geleistet hatte. Sie schätzt jedoch, dass die revisionsbedingten Änderungen an ihrem Manuskript vergleichsweise gering waren, etwa 20 Prozent, was darauf hindeutet, dass große Teile des Textes stabil blieben.
Judith reflektiert auch über den Wert des Schreibens für die eigene Weiterbildung und das tiefere Verständnis eines Themas. Durch das Verfassen des Buches konnte sie sich intensiv mit den Inhalten des IT-Sicherheitsrechts auseinandersetzen, was sie anschließend in ihrer Rolle beim BSI unterstützte. Dies zeigt, wie stark sich theoretisches Wissen und praktische Umsetzung im Bereich der Cybersicherheit miteinander verknüpfen lassen.
Zum Schluss des Interviews werden Judiths zukünftige Projekte angesprochen. Sie ihr aktuelles Projekt als Herausgeberin eines Stichwortkommentars zur Digitalen Sicherheit, das mit verschiedenen Fachleuten entwickelt wird. Es wird zudem diskutiert, ob sie in Zukunft weitere Autorentätigkeiten plant. Judith betont, dass sie momentan keine neuen Buchprojekte angeht, aber offen für Anfragen bleibt, die sich aus ihrer Expertise ergeben können. Das Gespräch schließt mit einem Dankeschön an Judith für die Einblicke in ihren kreativen Prozess, die Herausforderungen und die Entwicklung in ihrem Fachgebiet.
