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IT-Sicherheit und Datenschutz – Vertrauen 

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RBA434 Im Fokus: "Product Compliance" (Chibanguza/Steege) - Nomos

In dieser Folge stellen wir das Buch **„Product Compliance“** vor, erschienen im Nomos Verlag. Es handelt sich um ein umfangreiches deutschsprachiges Praxiswerk mit Formulare, Checklisten und Erläuterungen rund um die Produktcompliance. Das Buch ist als Hardcover mit knapp 1500 Seiten angelegt und wurde von Hans Steege und Kuuya J. Chibanguza herausgegeben.

Wir ordnen das Werk als sehr praxisnahes Nachschlagewerk ein, das sich am Produktlebenszyklus orientiert. Behandelt werden unter anderem der Compliance-Rahmen, Vertragsfragen, Konstruktion und Produktion, Zulassung und Zertifizierung sowie Produktvorfälle und Rückrufe. Auch Rechtsschutz, Krisenkommunikation, Versicherung und internationale Produktfragen spielen eine Rolle.

Ein eigenes Kapitel behandelt digitale, vernetzte, automatisierte und KI-basierte Produkte. Dieses Thema wird als noch ausbaufähig beschrieben, weil viele Produkte heute bereits eine digitale Komponente haben. Insgesamt wird das Buch aber als solide und breit angelegt bewertet.

Hervorgehoben werden die vielen Praxisbausteine wie Formulierungen, Checklisten, Tabellen, Grafiken und konkrete Beispiele aus Bereichen wie Lebensmittel, Kosmetik, Arzneimittel und Spielzeug. Zusätzlich wird betont, dass es einen Online-Zugang über Beck Online gibt, sodass Inhalte nicht nur gedruckt, sondern auch digital nutzbar sind.

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RBA433 Im Test: "AnwaltGPT" - Relativity GmbH

In dieser Folge sprechen wir über das KI-Tool anwaltgpt.de und ordnen ein, wofür es eingesetzt werden kann. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein solches System Juristen bei Datenschutz, Compliance und anderen juristischen Themen unterstützen kann.

Wir besprechen außerdem die rechtlichen und datenschutzrechtlichen Voraussetzungen für die Nutzung von Cloud-KI-Tools. Dazu gehören Auftragsverarbeitung, Verschwiegenheitspflichten und die Frage, ob die Nutzung mit berufsrechtlichen Vorgaben vereinbar ist. Der Anbieter stellt dafür nach Angaben im Gespräch passende Unterlagen bereit.

Danach schauen wir auf die Preise und den Funktionsumfang. Es gibt eine kostenlose Version mit begrenzten Anfragen, außerdem kostenpflichtige Stufen mit mehr täglichen und monatlichen Anfragen. Zusätzlich werden Handelsregister und Bundesanzeiger durchsucht, während große juristische Datenbanken wie Beck oder Otto Schmidt nicht enthalten sind.

Besprochen werden auch die Funktionen des Systems. Dazu zählen eigene Wissensdatenbanken, Vorlagen, Aktenfunktionen, Fristenverwaltung, Prozesskostenrechner, Zeiterfassung und E-Mail-Funktionen. Außerdem gibt es einen Desktop-Agenten, der mit lokalen Dateien arbeiten kann, ohne alles in die Cloud hochzuladen.

Zum Schluss testen wir das System an einem Beispiel und sehen, dass es Quellen aus Gesetzgebung und Rechtsprechung einbezieht. Gleichzeitig wird betont, dass die Ergebnisse immer geprüft werden müssen, weil KI Fehler machen kann. Insgesamt wird das Tool als besonders interessant für kleine Kanzleien und Einzelanwälte beschrieben.

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RBA432 Im Fokus: "Musik, Recht & Verträge" (Drücke/Houareau) - R&W

In der Folge wird das Buch **„Musik, Recht und Verträge“** vorgestellt, herausgegeben von Florian Drücke und René Huarot. Es handelt sich um die zweite Auflage aus dem Jahr 2026, erschienen im R&W Verlag. Das Werk kostet 39 Euro als gedrucktes Buch und 32,99 Euro als E-Book. Die Sprecher betonen, dass sie unabhängig darüber sprechen und keine Werbung machen wollen.

Das Buch ist als **FAQ-Sammlung** aufgebaut und enthält über 150 Fragen mit kurzen, praxisnahen Antworten. Es richtet sich laut Titel an Interessierte, Einsteiger und Profis. Besonders hervorgehoben werden die verständliche Sprache, die klaren Erklärungen und der starke Praxisbezug. Zusätzlich gibt es Musterverträge, Praxisbeispiele und Grafiken.

Inhaltlich behandelt das Buch zentrale Themen des Musikrechts, etwa Verträge, die Rolle der GEMA, File-Sharing, Privatkopie, Streaming und das Thema Sampling. Auch der langjährige Rechtsstreit um Moses Pelham und Kraftwerk wird angesprochen, insbesondere die Frage, unter welchen Bedingungen Sampling als Pastiche zulässig sein kann. Die Sprecher sehen das Werk als nützliches Nachschlagewerk für viele Fragen aus der Musikpraxis.

Kritisch angemerkt wird, dass das Thema **KI und Musik** nur sehr knapp behandelt wird. Zwar gibt es Abschnitte zu modernen Technologien wie NFTs und Blockchain sowie drei Fragen zu KI und Musik auf wenigen Seiten, doch das wird als zu wenig empfunden. Gerade angesichts aktueller Entwicklungen und neuer Tools hätten sich die Sprecher deutlich mehr dazu gewünscht.

Zum Schluss wird das Buch insgesamt positiv bewertet, vor allem wegen der klaren Struktur und der kurzen, präzisen Antworten. Gleichzeitig bleibt die Hoffnung, dass eine mögliche dritte Auflage das Thema KI ausführlicher aufgreift.

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RBA431 Im Test: "Logicc" - Logicc GmbH

In der Sendung wird das KI-Tool logicc.com vorgestellt. Zu Beginn wird darauf hingewiesen, dass die rechtliche und datenschutzrechtliche Einordnung von den Nutzenden selbst geprüft werden müsse; im Fokus der Folge stehen Funktionen, Einsatzmöglichkeiten und Preise.

Das Tool richtet sich nicht speziell an Juristen, sondern an verschiedene Branchen mit sensiblen Daten, etwa Medizin, Finanz- und Steuerberatung, Immobilien und öffentliche Einrichtungen. Es wird als Plattform beschrieben, auf der große KI-Modelle verschlüsselt, EU-gehostet und DSGVO-orientiert genutzt werden können. In höheren Tarifen sind auch eine Verschwiegenheitsvereinbarung und ein Bezug zu § 203 StGB vorgesehen.

Bei den Preisen werden monatlich vier Stufen genannt: Business für 30 Euro, Secure Plus für 50 Euro, Max für 90 Euro sowie ein individuell verhandeltes Enterprise-Modell. Je nach Tarif steigen Nutzungslimits und Funktionsumfang; im Max-Tarif gibt es außerdem Zugang zu Frontier-Modellen.

Die Oberfläche wird als sehr aufgeräumt und einfach beschrieben. Nutzer können zwischen „Smart Select“ und einzelnen Modellen wählen, erhalten Modellinfos per Mouseover und finden Funktionen wie Chat, Promptbibliothek, Assistenten und Projekte. Spezielle juristische Zusatzfunktionen oder Office-Plugins werden nicht gezeigt.

Im Praxistest wird eine Compliance- und Datenschutzanfrage gestellt. Das System liefert schnell eine Antwort mit Quellenangaben, etwa aus offiziellen Rechts- und Datenschutzquellen. Kritisch angemerkt wird, dass die Antworten teilweise stark in Bullet Points gehalten sind und das genutzte Modell nicht angezeigt wird.

Abschließend fällt das Urteil insgesamt positiv aus: Das Tool wird als preislich angemessen, übersichtlich und für Nutzer geeignet beschrieben, die allgemeine KI-Modelle in einer sichereren Umgebung verwenden wollen, ohne eine spezielle juristische Lösung zu benötigen.

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RBA430 Im Fokus: "Datenqualität" (Klingenberg) - Hanser

Es wird ein Buch über Datenqualität besprochen: „Datenqualität – Der Leitfaden für die Praxis“ von Christiana Klingenberg, erschienen im Hansa Fachbuchverlag. Das Buch kostet 49,99 Euro und umfasst in der E-Book-Version etwas über 200 Seiten. Die Autorin war bereits zuvor im Gespräch, unter anderem zu Datenqualität und zu ihrem beruflichen Werdegang.

Im Mittelpunkt der Besprechung steht, dass das Buch den Anspruch „für die Praxis“ erfüllt. Es verbindet Grundlagen mit konkreten Hinweisen zur Umsetzung in Organisationen. Dabei geht es nicht nur um einzelne Datenfelder oder Benennungen, sondern um den gesamten Rahmen, der für belastbare Datenqualität nötig ist.

Hervorgehoben wird, dass das Thema vor allem in größeren Organisationen komplex ist, etwa in Unternehmen oder Behörden. Dort müssen verschiedene Fachbereiche, Anforderungen und Beteiligte berücksichtigt werden. Ein System, das ohne Einbindung der Betroffenen eingeführt wird, werde auf Dauer nicht funktionieren.

Das Buch behandelt nach Aussage der Besprechung auch Themen wie Metadatenpflege, Datenmanagement und den Aufbau eines langfristig funktionsfähigen Vorgehens. Es enthält viele Grafiken, Checklisten und Praxishinweise. Dadurch werde der Inhalt anschaulich und leichter verständlich.

Außerdem wird der Zusammenhang zu rechtlichen und organisatorischen Anforderungen angesprochen, etwa zu DSGVO, Data Act, Data Governance und der KI-Verordnung. Datenqualität wird als Grundlage beschrieben, um solche Vorgaben zu erfüllen und hochwertige Daten auch für KI-Anwendungen nutzbar zu machen.

Abschließend wird empfohlen, sich mit dem Thema zu beschäftigen, auch wenn man das Buch nicht kauft. Es wird als hilfreicher Leitfaden für alle beschrieben, die Datenqualität oder Data Governance in einer Organisation aufbauen oder verbessern wollen.

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RBA429 Im Test: "Deubner KI Associate" - Deubner

Wir stellen mit Dolpner KI-Associate ein KI-basiertes Tool vor, das sich vor allem an Juristinnen und Juristen richtet. Wir weisen dabei direkt auf unseren Zusammenhang mit dem Deubner Verlag und auf den vollwertigen Testzugang hin und sagen, dass wir das Tool so objektiv wie möglich betrachten.

Das Tool kostet 199 Euro pro Mitarbeiter und Monat, monatlich kündbar, und bietet einen 14-tägigen Testzeitraum. Es gibt außerdem eine größere Variante mit 7.500 Credits für 349 Euro. Mit einem Credit-Rechner lässt sich vorab abschätzen, ob das jeweilige Paket für die eigene Kanzlei reicht.

Wir zeigen, dass Dolpner KI-Associate stark auf aktenbasierte juristische Arbeit ausgerichtet ist. Man kann Akten anlegen, Dokumente wie PDF oder Word-Dateien hochladen und dann mit einer automatisch erzeugten Übersicht, einem Zeitstrahl, Beteiligteninformationen und geführten Chats arbeiten. Auch einfache Chat-Anfragen sind möglich, allerdings innerhalb einer Akte.

Wir nennen die aktuellen Anbindungen an anwaltliche Software, darunter RA-MICRO, Advo, VerA, Actaport, Kleos und YourNotes. Außerdem erwähnen wir Rahmenbedingungen wie Auftragsverarbeitungsvertrag und Verschwiegenheitsvereinbarung, damit hochgeladene Dokumente nicht anonymisiert werden müssen.

Wir beschreiben, dass das System mit spezialisierten KI-Agenten arbeitet und bei Anfragen transparent zeigt, welche Quellen und Themen es prüft. Im Test mit einer datenschutzrechtlichen Anfrage werden unter anderem DSGVO, BDSG, TDDDG, Rechtsgrundlagen, Informationspflichten, Betroffenenrechte und Datenschutzfolgenabschätzung berücksichtigt.

Zum Schluss ordnen wir das Tool ein: Für Anwälte, die mit Akten arbeiten, ist es nach unserer Einschätzung besonders sinnvoll, weil es Arbeit und Zeit sparen kann und sich gut in typische Kanzleiabläufe einfügt. Für Datenschutzbeauftragte oder andere Nutzer ohne aktenbasierte Arbeit ist es weniger passend.

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